Like us on FacebookFollow us on YoutubeFollow us on TwitterAltenburg AppEnglish

Hotline: +49 (0) 3447 / 51 28 00

Das Flüstern Spalatins - Reformation in und um Altenburg

Altenburg Tourismus

Er war der Mann hinter Luther, der Steuermann der Reformation. Georg Spalatin, 1484 als Georg Burkhardt in Spalt im Bistum Eichstätt geboren, stellte sein Wissen und seine Fähigkeiten nicht nur in den Dienst seines späteren Dienstherrn, Kurfürst Friedrich des Weisen von Sachsen, sondern auch der Reformation der römisch-katholischen Kirche.

 

Nach dem Besuch der Universität Erfurt, in der er den Grad eines Baccalaureus erwarb, wechselte er 1502 zur neu gegründeten Universität Wittenberg, wo er im folgenden Jahr die Magisterwürde erhielt. Nach einem erneuten Aufenthalt in Erfurt sowie dem Kloster Georgenthal (bei Gotha) wurde Spalatin im Jahr 1508 in Erfurt zum Priester geweiht. Im selben Jahr wechselte er an den kurfürstlichen Hof nach Torgau, wo er als Prinzenlehrer fungierte. Kurfürst Friedrich der Weise übertrug ihm aber auch weitere Aufgaben. Spalatin erlangte schnell das Vertrauen des Kurfürsten. Er wurde Geheimsekretär, geistlicher Berater und Hofprediger. Nicht zuletzt diese Vertrauensstellung war die Voraussetzung dafür, dass Spalatin seinem Freund Martin Luther den Schutz des Kurfürsten anbieten konnte.

 

Spalatin vermittelte fortan zwischen den beiden bestimmenden Persönlichkeiten der Reformation. Er ebnete Wege und hatte großen Anteil daran, dass Martin Luther heute als großer Reformator bekannt ist und die evangelische Kirche überhaupt erst entstehen konnte. Als Vertrauter der sächsischen Kurfürsten nahm Spalatin an allen entscheidenden Reichstagen und Fürstentreffen teil. Seit 1516 in der kurfürstlichen Kanzlei tätig, oblagen ihm verschiedene Aufgaben in Kirchen- und Universitätsfragen. Mit Luther und Melanchthon setzte er sich für die Universitätsreform in Wittenberg ein. Als Übersetzer von Luther- und Melanchthonschriften sowie eigenen Werken förderte er die evangelische Lehre. Nach dem Tod Friedrichs des Weisen kam Spalatin 1525 als Pfarrer nach Altenburg. Er diente auch den Kurfürsten Johann und Johann Friedrich als Berater. 1528 übernahm er in Altenburg die neue Superintendentur. Durch zahlreiche Visitationen leistete er in den Jahren 1527 bis 1542 einen entscheidenden Anteil am Aufbau der sächsischen Landeskirche. 1545 starb der „Steuermann der Reformation“ in Altenburg und wurde in der St. Bartholomäi-Kirche beigesetzt. Seine Gebeine sind verschollen, die Erinnerungen an den sprachlich begabten Welten- und Kirchenmann Georg Spalatin hingegen leben in Altenburg fort.

Sie können ihn und die Region mit uns kennenlernen:

http://www.altenburg-tourismus.de/themen/reformation-das-fluestern-spalatins